Als ich das Buch "Schicksal als Chance" von Thorwald Detlefsen geschenkt bekam und gelesen habe, habe ich das mit der Polarität nicht wirklich verstanden. Später folgte dann "Krankheit als Sprache der Seele", das ich bestimmt dreimal ganz gelesen habe, wild entschlossen, der MS beizukommen. Ich war dreimal in Vorträgen von Rüdiger Dahlke und im Dezember 2000 waren wir (insgesamt 7 MSis) bei einem Tagesseminar von ihm in München. Nicht nur, daß mir der trockene Humor sehr gut liegt und so ein Event immer ein Späßchen ist, deutete er in München auch die MS. Das Grundproblem wäre die Härte der Patienten. Er kenne keine andere Patientengruppe, die so hart zu sich selber wäre. Auch würden sie die zwei Pole, den männlichen und den weiblichen, nicht zusammenbringen. Lernaufgabe wäre daher, den weiblichen Pol zu beleben und die Härte zu eliminieren. Das mit den zwei Polen ist so, daß ein Pol ohne den anderen nicht existieren, nicht sein kann - ohne Schatten kein Licht. Wenn man jetzt so ein Symptom hat, das symbolisch für etwas steht, kann nur der Patient selber beurteilen, in welche Richtung er das Ungleichgewicht hat. Z. B. steht ja Sklerose für Verhärtung - wie Außen so Innen. D.h. die Verhärtung ist nicht nur auf der Nervenbahn, sondern auch im Geist und in der Seele. Wenn ich mit Dahlke komme, sagen viele, "ja, mag sein, daß die Sachen stimmen, ABER da ist doch tatsächlich was im Körper vorhanden". Klar, aber ich denke, diese Deutungen bewegen sich auf einer anderen Ebene. Es geht darum, aus der Krankheit und dem Symptom etwas für sich selber zu lernen, ganzer, heiler zu werden. Es ist einfach eine andere Sicht der Dinge und die kann man betrachten oder auch nicht.

Beispiele

Die Härte: äußert sich z. B. in Perfektionismus. Den kann ich immer noch an mir streckenweise beobachten, aber ich denke, sobald die Thematik im Bewußtsein ist, ist man schon ein gutes Stück weiter. Solange man noch sagt, so bin ich nicht, bleibt die Thematik im Körper stecken.

Die Doppelbilder: der Patient bringt die innere und die äußere Welt nicht zusammen, bzw. er bringt die 2 Pole nicht zusammen. Ich fühle mich schwach, aber nach Außen gebe ich mich stark. Ich sage, alles ist in Ordnung in meiner Beziehung, in meinem Job etc., aber innerlich fühle ich daß einiges ganz und gar nicht in Ordnung ist.

Gleichgewichtsprobleme: ganz einfach zu deuten - in dem Moment, wo ich meinen körperlichen Zustand beschreibe, beschreibe ich eigentlich, was auf der geistig-seelischen Ebene abgeht. Ich bin aus dem Gleichgewicht, ich taumle, mir ist schwindlig. Was ist in meinem Leben, daß mir den Boden unter den Füssen wegreißt, mich schwindlig macht?

Ich finde, wenn man eine gute Portion Humor und Offenheit hat, kann man an den Deutungen sogar Spaß finden. Es hat sich immer wieder herausgestellt, daß die Deutungen stimmen, denn natürlich lesen jetzt auch meine Freundinnen Dahlke und so wird alles gleich überprüft. In diesem Sinne wünsche ich Euch viel Spaß mit dem Buch! Das Nachfolge-Buch "Krankheit als Symbol" hat nurmehr einen kleinen Teil Theorie, der Rest ist Deutung. Es ist mehr ein Nachschlagewerk für Leute, die das Denken schon verinnerlicht haben. Die MS z. B., die ja in "Krankheit als Sprache der Seele" mehrere Seiten hat, ist in diesem Buch 2 1/2 Spalten lang.

Ich habe auch eine MS-Patientin kennengelernt, mit der ich darüber sprach, dass sich MS-Patienten nicht ausreichend vom Elternhaus abgelöst haben. Sie selber hätte sich zwar von den Eltern abgelöst, aber von ihrem Mann abhängig gemacht. Der chronische Verlauf verschwand bei ihr, nachdem sie ihr Leben selber in die Hand genommen und ihren Mann zusammen mit ihren Kindern verlassen hatte. Auch erklärte sie mir, dass MS-Patienten viel Anerkennung brauchen, woraufhin ich meinte, dass das doch jeder irgendwie braucht. Sie ist jedoch der Meinung, dass sie viel mehr davon bräuchten als andere. Auch das ist eine Form von Abhängigkeit. Diese MS-Patientin hatte die Aussagen von Dahlke verinnerlicht, aber nicht nur, weil sie es dort gelesen hat, sondern weil sie es für und bei sich als wahr erkannt hat.

Inzwischen hat mir eine MS-Betroffene geschrieben, deren Erfahrungen ich auch hier anmerken möchte. Sie hat das Buch von Dahlke kurz nach der Diagnose von einem wohlmeinenden Freund geschenkt bekommen und dachte sich "na ja". Trotzdem ist sie zu einem Tagesseminar gegangen und hat auch mit Dr. Dahlke kurz gesprochen, der meinte, dass MS eine tiefe seelische Erkrankung wäre und dass es gut wäre, wenn sie Therapie machen würde. Das hat sie dann auch gemacht und zwar bei einer Therapeutin in Dahlke´s Heilkundezentrum in Johanniskirchen. Sie haben wohl auch mit Reinkarnationstherapie gearbeitet, um das seelische Muster herauszuarbeiten. Anfänglich hatte sie immer noch Zweifel an dem ganzen, aber die Ergebnisse haben sie überzeugt. Teils musste sie sogar über sich selber lachen, als sie die Dinge erkannte. Ihr Problem (was Dahlke ja eigentlich generell über MS sagt bzw. schreibt) wäre, dass sie alles beherrschen, planen und kontrollieren will. Im Rollstuhl wäre es nicht unbedingt nötig, an sich was zu ändern, denn man könnte darin wie auf einem Thron sitzen und weiterhin planen und organisieren. Sie meinte, es wäre schon extrem schwierig, sich zu ändern und dass es wohl eine lebenslange Aufgabe wäre, dass man nicht nur den dominanten Anteil in sich lebt, sondern auch die Weiblichkeit, den weiblichen Pol zulässt. Der Patientin geht es jetzt sehr gut, sie geniesst ihr Leben und arbeitet daran, das Gelernte zu integrieren.

Andere interessante psychologische Sachen, von denen ich in den letzten Jahren das erste Mal hörte sind Transaktionsanalyse, Familienaufstellung und dieses "Drama-Dreieck" oder "Karpman´sches Dreieck" genannt. Ich versuche, diese Sachen mal irgendwie zu erklären, und wen es weiter interessiert, der müsste sich entsprechende Literatur besorgen.

Nachfolgend zitiere ich aus dem Tonkassetten- und Videoprogramm des Auditorium Netzwerkes

Homepage von Auditorium Netzwerk zur Programm-Anforderung

Geboren 1951, studierte Rüdiger Dahlke zunächst Medizin in München. Nach anschließender Weiterbildung zum Arzt für Naturheilkunde und in Homöopathie, Vertiefung in verschiedene Psychotherapierichtungen. In dieser Zeit entstand das berühmte Buch "Krankheit als Weg". Er arbeitet als Psychotherapeut und Arzt für Naturheilwesen und leitet Fasten- und Meditationskurse gemeinsam mit seiner Frau Margit im Heilkundezentrum in Johanniskirchen. Er ist auf vielen Tagungen und Kongressen seit langer Zeit ein gefragter Referent, da er es meisterhaft versteht, durch seine humorvoll-witzige Art den Hörer fast spielerisch zum Nachdenken über sich selbst anzuregen und dadurch Veränderungensprozesse in Gang zu setzen. Rüdiger Dahlke geht davon aus, dass alle Symptome einen tieferen Sinn haben, der sich uns erschliesst, wenn wir ihren Symbolcharakter deuten. Diese Botschaften aus dem seelischen Bereich zeigen uns u.a. Anteile, die wir nicht gelebt haben, nicht leben konnten oder wollten, die in den sogenannten Schattenbereich (C.G.Jung) "gerutscht" sind und über Umwege körperlicher Beschwerden z. T. mit Macht Gehör verlangen. Seine Vorträge und Meditationen sind wertvolle Begleiter für alle Menschen, die auf dem Weg zu sich selber gesunden wollen. Über Reinkarnationstherapie: Reinkarnationstherapie begann als zeitlich ausgedehnte Psychoanalyse, die nach frühen Traumata sucht. Heute jedoch "ist sie auf Synchronizität begründet", so erklärt Dahlke. "Sie baut auf dem Weltbild der Hermetischen Philosophie auf, bedient sich modernster Hilfsmittel wie der Hautwiderstandsmessung und wird in vier Wochen - mit 40 Stunden - durchgeführt. Ihr Hauptziel ist die Bewusstmachung des Schattens." Zitat Ende

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