Ausschnitte aus "So geht´s Dir gut" Andrew Matthews Fortsetzung

Dankbarkeit

... Es ist nicht nur vom spirituellen, sondern auch vom wissenschaftlichen Standpunkt aus gesehen absolut notwendig, für das, was wir haben, dankbar zu sein. Die großen spirituellen Lehrer wie Jesus, Buddha, Mohammed und andere lehrten, daß wir unser Glück an den Fingern abzählen sollten. Dahinter liegt die Weisheit verborgen, daß unser Geist ein Magnet ist und wir uns auf das zubewegen, was uns in Gedanken am meisten beschäftigt.

Wenn Fritz dauernd meckert, daß ihm nie etwas gelinge, daß er nie genug Geld habe, ihn niemand liebe, seine Arbeit lausig und das Leben schwer sei, dann zieht er unweigerlich mehr davon an. Auf der bewußten Ebene übersieht er Chancen, weist Hilfsangebote zurück und steuert ständig auf finanziellen und gefühlsmäßigen Bankrott zu. Auf der unbewußten Ebene weist er Chancen zurück, zieht eine Tragödie nach der anderen an und lebt in einer Wirklichkeit, die seinen Erwartungen genau entspricht. Er malt sich aus, daß er laufend etwas verpasse oder zu kurz komme, und schafft sich so ein Leben, das seinem Glauben entspricht.

Meiner Erfahrung nach ist das Universum im wesentlichen nicht nachtragend... Wenn sich ein Mensch aber ständig auf das konzentriert, was ihm fehlt, fließt ihm von dem Gewünschten immer weniger zu. Ich fand auch, daß die Menschen mit den schönsten Freundschaftsbeziehungen diese am höchsten zu schätzen wissen. Menschen, die ein aktives und erfülltes Leben führen, sind Menschen, die sich ständig an dem erfreuen, was das Leben ihnen beschert.

Es scheint häufig so, als seien wir gesellschaftlich darauf trainiert, nur die negativen Seiten des Lebens zu sehen. Wenn 10 Dinge gut gehen und eines schief, dann achten wir nur auf das schiefgelaufene. Wenn Söhnchen von den 20 Punkten im Mathetest 11 schafft, konzentrieren wir uns nicht auf die 11 erreichten, sondern auf die 9 verfehlten Punkte. Wenn wir Kopfschmerzen haben, sagen wir nicht: "Meine Brust, mein Bauch, meine Arme und Beine fühlen sich großartig!", sondern: "Mein Kopf schmerzt!" Wir sorgen uns über den Lippenstift am Kragen, statt uns über die Tatsache zu freuen, daß das Hemd zu 99 % sauber ist! Zu viele Menschen glauben, realistisch und rational sein bestehe darin, sich auf Fehler zu konzentrieren!

Jemand bemerkte einmal: "Wenn Du Dich elend fühlst, weil Du so viele von den Dingen, die Du Dir wünscht, nicht hast, dann denke nur einmal an all die Dinge, die Du nicht willst und die Dir auch tatsächlich erspart bleiben!" Alles hat seine positive Seite!

Des Pudels Kern: Dankbarkeit stellt sicher, daß unsere Aufmerksamkeit auf das gerichtet ist, was wir erreichen wollen. Wenn wir uns in Hülle und Fülle leben sehen und erkennen, wie viel wir bereits erreicht haben, lenken wir damit einen Strom des Guten auf uns zu. Wir sind immer häufiger zur rechten Zeit am richtigen Ort. Es ist wirklich ein ausgezeichnetes System. Wie wäre es denn im umgekehrten Fall, wenn uns desto mehr zuflösse, je mehr wir jammerten und stöhnten und je weniger wir uns anstrengten?

Ziele

"Das Leben verlangt von uns allen einen Beitrag, und jeder muß selbst herausfinden, worin sein persönlicher Beitrag besteht." (Victor Frankl)

Des Pudels Kern: Mit Hilfe von Zielen werden wir zu besseren Menschen, als wir schon sind. Wir brauchen Ziele nicht deshalb, weil sie uns etwas verschaffen, sondern deshalb, weil sie etwas mit uns machen.

Einschränkungen

"Ob Du nun glaubst, daß Dir etwas gelingt, oder nicht - Du hast immer recht." (Henry Ford)

Die einzige Einschränkung für unsere Leistung ist der Gedanke, daß wir etwas nicht erreichen können. Daß Menschen, die "ich kann" sagen, vieles können, und Menschen, die "ich kann nicht" sagen, es nicht können, ist ein alter Hut. Ein Mensch sagt sich: "Ich glaube, ich werde es wohl immer schwer haben." Er lernt nichts mehr, ignoriert die Möglichkeiten, die sich ihm bieten, macht keine Überstunden, spart nicht und versucht erst gar nichts, weil "es ja doch keinen Zweck hat". Und siehe da, seine Vorhersage erweist sich als korrekt.

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Des Pudels Kern: Wir selbst sind für die Einschränkungen, die wir uns auferlegen, verantwortlich. Der erste Schritt in Richtung besseres Leben besteht darin, uns nicht länger in bestimmte Kategorien einzuordnen.

"Wir haben es ständig mit großartigen Gelegenheiten zu tun, die ganz brilliant als unlösbare Probleme verkleidet sind." (John Gardner)

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Des Pudels Kern: Probleme zwingen uns zum Weiterwachsen. Wie Horaz sagte: "Mißgeschick enthüllt Genialität, Wohlergehen verdeckt sie."

Des Pudels Kern über Fehler: Fehler sind nicht wirklich Fehler. Wir sollten erwarten, daß wir uns in unserem Urteil manchmal irren, und sie als Teil des Lernprozesses willkommen heißen. Wenn wir uns selbst nicht so wichtig nehmen, ist es auch viel leichter, mit ein paar Fehlern zu leben. Die Schande liegt nicht im Versagen, sondern darin, es gar nicht erst versucht zu haben.

Das Gesetz von Säen und Ernten

"Erfolg ist reine Glückssache. Das kann Ihnen jeder Versager bestätigen." (Earl Wilson)

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Wenn wir über andere reden, redet man auch über uns. Wenn wir gut über andere sprechen, sprechen auch sie gut über uns. Wenn wir andere betrügen, werden wir betrogen. Wenn wir uns am Erfolg anderer freuen, wächst die Wahrscheinlichkeit, daß wir uns bald auch über unseren eigenen Erfolg freuen können. Wenn wir lügen, werden wir belogen. Wenn wir kritisieren, werden wir kritisiert. Wenn wir lieben, wird uns Liebe zuteil.

Diese goldene Regel wurde im Lauf der Geschichte auf viele verschiedene Arten ausgedrückt, doch das Prinzip bleibt konstant: "Andere behandeln dich so, wie du sie behandelst. Du bekommst zurück, was du ausgibst."

Auf einem ägyptischen Grab aus dem Jahr 1600 v. Chr. stehen die Worte: "Er suchte für andere das Gute, das er sich selbst wünschte".

Konfuzius lehrt: "Was du nicht willst, daß dir geschieht, das füge auch anderen nicht zu."
Aristoteles sagt: "Wir sollten uns der Welt gegenüber so verhalten, wie wir von der Welt behandelt werden wollen."
In der Bibel steht zu lesen: "Tue anderen, was du willst, daß sie dir tun."

Aus "As Man Thinketh" von James Allen:

"Das Gesetz seines Seins bestimmt, wo sich ein Mensch auf seinem Lebensweg befindet; die Gedanken, die er in seinen Charakter gebaut hat, haben ihn dort hingebracht, und es gibt kein Zufallselement in der Anordnung des Lebens, sondern alles ist das Ergebnis eines unfehlbaren Gesetzes. Solange der Mensch sich für ein Geschöpf der äußeren Umstände hält, wird er von den Umständen herumgestoßen; wenn er aber erkennt, daß er eine schöpferische Kraft ist und daß er über den verborgenen Boden und Samen seines Wesens, aus dem die Umstände erwachsen, verfügen kann, wird er zum rechtmäßigen Herrn über sich selbst. Daß äußere Umstände aus Gedanken erwachsen, weiß jeder Mensch, der eine Zeitlang Selbstkontrolle und Selbstreinigung praktiziert hat, denn er wird bemerken, daß die Veränderung der äußeren Umstände in genau dem Maße erfolgte, in dem er seine geistige Einstellung veränderte."

Des Pudels Kern: Das Universum ist fair und gerecht. Wir bekommen vom Leben nur das zurück, was wir hineinstecken.

Des Pudels Kern aus dem Kapitel über Risiko: Wir haben die Wahl. Die Wahl zwischen wirklich leben oder nur existieren. Eine Arbeit annehmen ist ein Risiko. Die Straße überqueren ist ein Risiko. Ein Geschäft aufmachen, eine Beziehung eingehen, eine Familie gründen ist ein Risiko. Essen im Restaurant ist ein Risiko (manche Restaurants sind riskanter als andere). Das Leben ist ein Risiko. Wir wollen uns auf die etwas dünneren Äste vorwagen und dort die süßesten Früchte pflücken.

Engagement

"Bis man sich festgelegt hat, ist noch ein Zögern vorhanden, die Möglichkeit des Rückzugs, immer ineffektiv. Bei allen Taten, die etwas initiieren (und schaffen), gibt es eine grundlegende Wahrheit, die, wenn man nicht um sie weiß, zahllose Ideen tötet und herrliche Pläne: daß in dem Augenblick, in dem man sich wirklich zu etwas verpflichtet, auch die Vorsehung in Bewegung gerät. Und alle möglichen Dinge geschehen, die uns helfen, die andernfalls nie eingetreten wären. Ein ganzer Strom von Ereignissen entspringt aus dem Entschluß, die zu unseren Gunsten alle Arten unvorhergesehener Ereignisse, Begegnungen und materielle Hilfe hervorbringen, von denen wir nie zu träumen gewagt hätten, daß sie unseres Wegs kämen." (W. N. Murray)

"Was immer du tun oder erträumen kannst, ... fange es an. Kühnheit trägt Genialität, Stärke und Zauberkraft in sich." (Goethe)

Des Pudels Kern: Jemand drückte es folgendermaßen aus: "Um zu erreichen, was immer du auch willst, mußt du tun, was auch immer dazu nötig ist!"

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"Nichts auf der Welt kann Beharrlichkeit ersetzen. Begabung nicht, denn es ist nichts weiter verbreitet als erfolglose Menschen mit Talent. Genialität nicht, denn unbelohnte Genialität ist fast sprichwörtlich. Ausbildung nicht, denn die Welt ist voller gebildeter Wracks. Beharrlichkeit und Entschlossenheit allein sind allmächtig. Das Motto "Bleib dabei" hat die Probleme des Menschengeschlechts schon immer gelöst und wird sie auch weiterhin lösen." (Calvin Coolidge)

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"Wenn wir lernen, unserer inneren Natur und den Naturgesetzen zu folgen, erreichen wir die Stufe des Wu Wei. Dann arbeiten wir im Einklang mit der natürlichen Ordnung der Dinge und leben nach dem Prinzip des geringsten Widerstandes. Da die natürliche Welt diesem Prinzip untersteht, macht sie keine Fehler. Nur der Mensch, dieses hirnlastige Geschöpf, das sich in alles einmischt, sich zu sehr anstrengt und sich dadurch vom hilfreichen Netzwerk der Natur abspaltet, macht Fehler - oder bildet sich ein, Fehler zu machen." (Hoff)

Buchempfehlung von mir: "Wu Wei - Die Lebenskunst des Tao" von Theo Fischer, ISBN 3-499-19174-1, DM 10,90

"Nur die Veränderung hat Bestand" (Heraklit)

Des Pudels Kern aus dem Kapitel über Veränderung: Die Buddhisten sagen: "... alles Leiden der Menschheit entsteht durch das Verhaftetsein an frühere Existenzbedingungen." Wenn wir nicht länger erwarten, daß die Zukunft eine Fortsetzung der Vergangenheit ist, verschaffen wir uns damit mehr Seelenfrieden. Wenn Sie mir dem Lauf der Dinge gehen wollen, lassen Sie all das Zeug los, das Sie nicht wollen, nicht benutzen, nicht brauchen. Das tut Ihnen nicht nur bemerkenswert gut, sondern Sie werden auch feststellen, daß Sie dadurch plötzlich wie ein Magnet Neues anziehen.

"Wenn du glaubst, alles zu verstehen, was sich ereignet, bist du hoffnungslos verwirrt." (Walter Mondale)

"Einem Menschen, dem alles gleich gültig ist, ist alles gleichgültig." (Lin Yutang)

Des Pudels Kern aus dem Kapitel über "Das Heute ist wichtig": Der Ausgangspunkt liegt genau da, wo Sie sich gerade befinden. Die Mühe, die Sie sich heute geben, bewirkt einen Unterschied.

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